107. Aargauer Kantonalschwingfest Möhlin AG

2.6.2013

Zwei Schwinger teilen sich den Festsieg:

1a. Thürig Mario*** Möriken
1b. Bieri Christoph*** Untersiggenthal mit je 57.50 Punkten

Anzahl Schwinger 128

Der Schlussgang zwischen Mario Thürig und Christoph Bieri endet resultatlos. Beide klassieren sich im ersten Rang.



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"Am 107. Aargauer Kantonalschwingfest in Möhlin gingen zwar nicht alle Zofinger Erwartungen in Erfüllung, doch Patrick Räbmatters fünfter Kranzgewinn für den Schwingklub Zofingen dieser Saison hielt die Enttäuschung in engen Grenzen. Der Technische Leiter Christoph Eggen hatte zwei Kränze als Zielsetzung herausgegeben. Vor dem letzten Gang liebäugelten noch vier Zofinger damit, diese Vorgabe zu erfüllen, eventuell gar zu übertreffen. Aber einzig der Uerkner Patrick Räbmatter realisierte den dazu notwendigen Sieg. Gegen den Solothurner Kranzer Klemens Stegmüller fackelte er nicht lange und bettete diesen schon im zweiten Zusammengreifen mit seinem gefürchteten Kreuzgriff platt auf den Rücken. Damit war der morgendliche Fehlstart gegen den Solothurner Marcel Kropf abgehakt.



«Gegen ihn hatte ich vorher noch nie geschwungen. Hinzu kommt, dass ich im ersten Gang meist nicht auf Touren komme», erklärte «Räbi». Mit drei Siegen, davon zwei gegen Kranzschwinger, sowie einem Remis gegen den aufstrebenden Baselbieter Roger Erb arbeitete sich der Zofinger Leader zurück in den Kranzkampf. Die drei anderen Zofinger Kranzanwärter erhielten im sechsten Gang eine zu hohe Hürde zugeteilt. Hannes Wilhelm hatte sich nach verpatztem Auftakt mit drei Siegen gegen Nichtkranzer eine Chance für Eichenlaub verdient, doch zuletzt fand der Safenwiler Turnerschwinger kein Rezept gegen den ebenfalls gut verteidigenden Baselbieter Michael Henzer. Sandro Widmer schlug sich bis zum sechsten Gang gut, doch dann war der 19-jährige Mühlethaler gegen den routinierten Däniker Stephan Studinger überfordert. Einen miserablen Start erwischte Simon Schär. Doch der Kölliker Turnerschwinger rappelte sich auf und liebäugelte nach drei Siegen gegen Nichtkranzer wieder mit dem Kranz. Gegen den Baselbieter Remo Kocher fruchteten die Angriffsversuche aber nicht. Er musste sich selber das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Erneut unbesiegt blieben die Reidermooser Arnold-Brüder. Doch die drei Siege von Kornel genügten nicht zum Eingreifen in die Kranzverteilung. Dazu fielen die Noten zu schlecht aus. Matthias Arnold agierte zu stumpf und verlor die Aussichten auf Eichenlaub schon im vierten Gang mit einem «Gestellten» gegen einen Innerschweizer Nichtkranzer. Christoph Eggen behielt den Humor trotz durchzogener Klubbilanz und sprach von einem Erfolg, weil alle Zofinger den Ausstich erreicht hätten. Allerdings hatte Wettkampfleiter Matthäus Huber entschieden, dass alle Schwinger sechs Gänge absolvieren können. Eggen sah trotz der mässigen Leistung mehrerer Zofinger Kranzanwärter auch positive Aspekte seiner Athleten. Die Nachwuchsschwinger Azret Jusufi und Nicola Lehmann hätten ein weiteres Mal gute Ansätze gezeigt. Als wesentliches Problem eruierte Eggen das Anschwingen. «Wir sind schlecht gestartet und konnten dies nur noch teilweise korrigieren.»

Wolfgang Rytz, Zofinger Tagblatt vom 4. Juni 2013"


"Auf einen Kranzgewinn bei den Zurzibieter Schwingern hoffte man vergebens, aber der Würenlinger Michael Bächli zeigte bei seinem ersten Schwingfest mit den Aktiven eine ausgezeichnete Leistung.

Geglückter Einstand von Bächli bei den Aktiven
Für die Zurzibieter Aktiven holte aus-gerechnet der noch nicht ganz 15-jährige Würenlinger Michael Bächli die Kohlen aus dem Feuer. Er zeigte bei seinem ers-ten Einsatz bei den «Grossen» eine tolle Leistung. Bei den Jungschwingern kennt man den grossgewachsenen Würenlinger längst schon, auch wenn er sein Potenzial bei den letzten Nachwuchsanlässen nicht immer abrufen konnte. Wie er aber bei seinem ersten Wettkampf bei den Akti-ven auftrat, war erstaunlich.Unbeeindruckt vor seinen älteren Gegnern, schwang er munter drauflos und konnte so drei Gänge gewinnen, einen stellen und musste nur zwei Nie-derlagen einstecken. Dass er im letzten Gang sogar noch die Möglichkeit auf ei-nen Kranzgewinn hatte, zeigt, wie hoch sein Können einzuschätzen ist. Bei die-sem sechsten Gang brachte er den ge-standenen Kranzer Lorenz Blatter mit einer taktisch hervorragenden Leistung beinahe zur Verzweiflung. Wenig hät-te gefehlt, und er hätte ihm ein Unent-schieden abgerungen, aber in der letzten Minute musste er die Übermacht seines Kontrahenten akzeptieren.Zuerst war seine Enttäuschung über die verpasste Chance gross, aber danach realisierte er, dass ihm ein guter Wett-kampf gelungen ist, und vor allem die Art und Weise, wie er auftrat, lässt für die Zu-kunft hoffen. Zuerst wird sich der Wü-renlinger aber wieder seiner Jungschwin-ger-Karriere widmen.Die anderen Zurzibieter konnten einmal mehr nicht restlos überzeugen. Der Dottikoner Reto Furter hatte am Abend je zwei Siege, Gestellte und Nie-derlagen auf dem Resultateblatt, und der Schlatter Franz Kramer kam mit zwei Siegen und vier verlorenen Gän-gen auf den 15. Schlussrang. Ebenfalls viermal musste der Leuggermer Mar-tin Schmid die Übermacht seiner Geg-ner akzeptieren, und der in Döttingen wohnhafte Adrian Wirth musste an seinem ersten Schwingfest ebenfalls Lehrgeld bezahlen. Sehnlichst wird die Rückkehr des Schlatters Lukas Kra-mer erwartet. Der verletzte Zurzibie-ter Leader vermag mit seiner positiven Ausstrahlung so manchen Schwinger-kollegen mitzureissen."


"Jürg Mahrer mit Kranz

Mario Thürig und Christoph Bieri teilen den Sieg

Mario Thürig und Christoph Bieri teilen sich den Sieg des 107. Aargauer Kantonalschwingfestes. 128 Schwinger traten bei am Morgen kühlem, dann aber immer besser werdendem Wetter vor 2200 Zuschauern zu den Zweikämp-fen an. Jürg Mahrer erkämpfte sich für die Gastgeber Eichenlaub.

Am diesjährigen Kantonalen sorgten die vier angetretenen Eidgenossen dafür, dass die Relationen gewahrt blieben. Mario Thürig, Christoph Bieri und Bruno Gisler führen die Rangliste an, Guido Thürig rundete mit seinem dritten Rang die Tagesdominanz ab. In die Spitze hinein arbeiteten sich mit dem zweiten Rang auch der Baselbieter Roger Erb und unter anderen der Einheimische Jürg Mahrer. Die sechs Gäste aus Küssnacht am Rigi verstanden es, dem einen oder andern Nordwestschweizer das Leben schwer zu machen, blieben aber mit den beiden Kranzgewinnen von Toni Diener und Adrian Forster, beide auf dem vierten Schlussrang, für die Nordwestschweizer Spitze nicht gefährlich.
Mario Thürig holte sich die Schlussgangqualifikation mit Siegen über Bruno Gisler mit einem wuchtigen Kurz, dann über Marcel Kropf, Thomas Stüdeli und Remo Stalder. Mit dem starken Baselstädter Henryc Thoenen stellte er. Bieri trat wegen seiner Fussverletzung eher verhaltener an als auch schon, besiegte aber der Reihe nach Michael Gschwind, Roger Erb, Andreas Bader und Andreas Henzer und stellte mit Bruno Gisler. Den Schlussgang stellten die beiden nach zwölf intensiven Minuten. Weil sich Bieri etwas angriffiger ins Zeug legte, erhielt er in diesem Gang nicht zwingend einen Viertel Punkt mehr als Thürig. So teilen sich die beiden den Tagessieg.

Die Fricktaler zeigten gute Leistungen
Die Fricktaler Gastgeber traten gleich mit sechzehn Schwingern zu den Aus-marchungen um den Stier Lewis an. Jürg Mahrer bekam mit sechs Kranz-schwingern ein sattes Tagespensum vorgesetzt und zeigte mit seinen vier Siegen und zwei Remis und damit dem dritten Schlussrang eine sehr gute Leistung. David Schmid liess sich von Bruno Gisler und Remo Stalder bezwingen und stellte mit dem Gast Adrian Forster. Auch Lukas Schlachter wurde bei der Einteilung in keiner Weise geschont und teilte seine Bilanz in drei Siege und drei Niederlagen. Am Kranz riechen konnte auch Jimmy Hasler. Nach fünf Gängen noch auf Kranzkurs erhielt er den Freiämter Pascal Küng zugeteilt. Dem Sieger aus dieser Begegnung winkte der erste Kranz. Also eine lösbare Aufgabe. Jimmys Nerven hielten nicht. Dass die Fricktaler bei der Einteilung gar nicht geschont wurden, zeigt auch der letzte Gang von Thomas Stocker. Marcel Kropf behielt auch diesmal das längere Ende für sich.
Nach längerer Zeit, er litt immer wieder an Verletzungen, sah man auch Frank Möri wieder einmal in den Zweikämpfen. Er ist immer noch schwierig auf die gültige Seite zu bringen. Das gelang einzig dem Aarauer Stefan Studinger. Engagiert legten sich ebenso die Jungen des Schwingklubs Fricktal ins Zeug. Auch wenn ihnen nicht alles nach Wunsch gelang, sammelten sie wertvolle Erfahrungen für die kommenden Wettkämpfe.
Erstmals vor die Ehrendamen knien und sich den Kranz auflegen lassen, konn-ten die beiden Freiämter Pascal Küng und Joel Strebel.
Den Fricktalern ist es gelungen, den Rahmen für ein sehr schönes Kantonal-schwingfest bei am Nachmittag prächtigem Wetter zu schaffen.
Hans Zemp"


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