Wechsel an der Verbandsspitze

2.3.2014

kr. Die Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbandes (AV ESV) in den Kongressräumlichkeiten der BERNEXPO AG in der Bundeshauptstadt stand ganz im Zeichen des Führungswechsels an der Verbandsspitze. Als Nachfolger von Obmann Mario John, der das Amt nach dem vorzeitigen Rücktritt von Ernst Schläpfer die letzten beiden Jahre ausgeübt hatte, wurde der Luzerner Paul Vogel (Sigigen) zum höchsten Verbandsfunktionär gewählt. Vogel war bereits seit dem Jahre 2009 als Innerschweizer Vertreter Mitglied des Zentralvorstandes (ZV). Das Amt als Technischer Leiter des ESV übernimmt Samuel Feller (Walkringen), der den Romand Werner Jakob ablöst. Neu im ZV Einsitz nehmen die Teilverbandspräsidenten Peter Achermann (Sisikon) für den Innerschweizer- und Adrian Affolter (Wichtrach) für den Berner Schwingerverband. Gänzlich neu bestellte das Schwingerparlament das AV-Büro mit Präsident Markus Lauener (Bönigen), Vizepräsident und Übersetzer Thomas Mollet (Ollon), sowie als Sekretär Rolf Lussi (Seuzach). Ebenfalls einen Wechsel gab es an der Spitze der Hilfskasse des ESV mit dem neuen Präsident Markus Burtscher (Wolfertswil). Schliesslich wurde auch ein neuer Medienverantwortlicher gewählt in der Person von Christian Rufer (Horgen).

Im Weiteren verlief die von AV-Präsident Daniel von Euw einmal mehr ausgezeichnet geleitete Versammlung äusserst ruhig. Abschied genommen werden musste im vergangenen Verbandsjahr von den eidgenössischen Ehrenmitgliedern Eduard Loosli, Christian Kropf und Hans Schild, sowie weiteren Schwingerkameraden, denen mit einer Schweigeminute gedacht wurde.

Die Delegierten konnten sich davon überzeugen, dass der ESV finanziell auf einer soliden Basis steht und genehmigten sämtliche Rechnungsabschlüsse. Während der Gesamtmitgliederbestand deutlich zunahm, musste im Nachwuchsbereich ein empfindlicher Rückschlag konstatiert werden. Obmann Mario John ermahnte die Anwesenden, dass alle Bestrebungen dahin gehen müssen, den Jungschwingerbestand wieder anzuheben.

Die Lacher auf seiner Seite hatte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät, der seine Stadt auf aussergewöhnliche Weise in launigen Worten vorstellte.

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Ernennung von gleich neun verdienten Schwingerkameraden zu Eidgenössischen Ehrenmitgliedern. Es sind dies Mario John (Chur), Werner Jakob (Murten), Eugen Hasler (Galgenen), Mathias Bleiker (Ebnat-Kappel), Otto Seeholzer (Münchenbuchsee), Ruedi Suter (Mels), Beat Gehrig (Wasen i.E.), Niklaus Hörler (Urnäsch) und Kari Ritter (Chur).

Im Mittelpunkt des zweiten Versammlungsteils am Sonntagmorgen stand der Schlussbericht des glanzvollen Eidgenössischen Schwing- und Äelplerfestes in Burgdorf. OK-Präsident Andreas Aebi konnte auf einen in allen Belangen grossartigen Anlass zurückblicken, der auch in finanzieller Hinsicht ein voller Erfolg war.

Nationalrat Adrian Amstutz orientierte die Versammlungsteilnehmer über verschiedene Fragen rund um Swiss Olympic, den Dachverband des Schweizer Sports. Das Mitglied des Exekutivrates zeigte dabei auch auf, wie Dopingkontrollen und Strafverfahren nach einem Beitritt des ESV zu Swiss Olympic ablaufen könnten. Der Zentralvorstand wird sich in nächster Zeit intensiv mit den Vor- und Nachteilen bei einem allfälligen Beitritt des ESV zum Dachverband auseinandersetzen.

Die AV ESV 2014 wurde durch den Mittelländischen Schwingerverband, mit OK-Präsident Markus Walther an der Spitze, hervorragend organisiert. Mit schönen Liedern umrahmte das Jodlerterzett „Crimafrä“ am Samstag und das Jodlerdoppelquartett Fortuna am Sonntag die Versammlung.

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