FC Basel

4 - 2

4 - 2


FC Luzern



Cupfinal

16.5.2012

FC Basel 1893 - FC Luzern 4:2 n.E. 1:1 (0:0)

Der FC Luzern musste sich nach einem heroischen Auftritt gegen Schweizer Meister Basel erst nach 120 Minuten und einem Elfmeterkrimi geschlagen geben. „Diese Partie hätte eigentlich keinen Verlierer verdient," meinte ein enttäuschter Murat Yakin weit nach Mitternacht. Die über 30'000 Zuschauer sahen einen FC Luzern, der von Beginn weg das Spieldiktat in die eigenen Hände nahm. Trotzdem gelang dem freistehenden Benjamin Huggel (55.) per Kopf der Führungstreffer. Luzern reagierte und kam zwölf Minuten später zum verdienten Ausgleich durch Tomislav Puljic, der ebenfalls auf einen stehenden Ball und mit dem Kopf erzielt wurde. Die Innerschweizer hatten in der Folge gute Möglichkeiten, um die Entscheidung in der regulären Spielzeit oder der Verlängerung herbeizuführen. Die zwei Mannschaften forderten sich alles ab, in der Schlussphase waren mehrere Spieler von Krämpfen geplagt. So kam es zur Entscheidung per Penaltyschiessen, in dem die Basler das Glück wieder einmal mehr auf ihrer Seite hatten. „Wir gratulieren dem FC Basel zu diesem Erfolg, auch wenn wir den Pokal natürlich selber gerne mit nach Hause genommen hätten", zeigte sich FCL-Präsident Walter Stierli als fairer Verlierer. Trotzdem, der FC Luzern gab im Berner Wankdorf eine eindrückliche Visitenkarte ab und darf stolz sein auf das Gezeigte. Da waren sich alle einig.

Luzern überlegen

Von Beginn weg war es der FC Luzern, der dem Spiel den Stempel aufdrückte. Mit Tempo-Fussball und seinen schnellen Angreifern stellte der FCL die Basler Hintermannschaft vor etliche Probleme. Der erste Aufreger dann nach neun Minuten, als Dario Lezcano klar im Basler Strafraum heruntergerissen wurde. Immer wieder kamen Dario Lezcano, Nelson Ferreira und Adrian Winter zu Möglichkeiten. Sie scheiterten alle am glänzend haltenden Basler Schlussmann Sommer. „Wir haben es mehrmals selber verpasst", meinte ein trauriger, von Krämpfen geschüttelter Adrian Winter nach Spielschluss.

Puljic' begeistert bejubelter Ausgleich

Auch im zweiten Umgang änderte sich die Angelegenheit kaum. Luzern liess Ball und Gegner geschickt laufen. Die hervorragend eingestellte FCL-Elf machte dem Gegner das Leben weiterhin schwer, liess Frei, Streller und Shaqiri nahezu keine Ballkontakte zu und schnürte deren Aktionsradius auf ein Minimum ein. In der 55. Minute jedoch nützte der Schweizer Meister seine erste Möglichkeit. Frei konnte einen stehenden Ball von der linken Seite in den Luzerner Strafraum schlagen, und dort verwandelte der freistehende Huggel die präzise Hereingabe zur Führung. Doch der FCL bewies Moral, Charakter hat er sowieso. Vom Rückstand und den grossartigen Luzerner Fans angetrieben, machte sich die Yakin-Elf auf, den Ausgleich zu erzielen. Und der fiel, hochverdient nach 67 Minuten durch Tomislav Puljic, der das Spielgerät ebenfalls mit dem Kopf (und in der Rückwärtsbegegnung) in die Maschen verschenkte.

Dramatik bis zum Elfmeterkrimi

Die über 30'000 Zuschauer sahen zwar weiterhin eine hochklassige Partie, jedoch keine Tore mehr in der regulären Spielzeit. „Wir haben den Gegner praktisch über die ganze Partie dominiert", hielt Michel Renggli fest. Beim den Luzernern machten sich Krämpfe bemerkbar. Gleichwohl enteilte Adrian Winter seinem Bewacher, der sich nur noch mit einer klaren Notbremse behelfen konnte. Ein Pfiff blieb auch bei dieser Szene aus. Doch auch in den 30 Minuten fielen keine Tore mehr, so dass die Entscheidung mittels Elfmeterschiessen fallen musste. Dort war es wieder Schlussmann Sommer, der die Seinen mit zwei gehaltenen Penalties zum Cupsieg hexte.



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